Der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) und die Verbandsvorsteher Landrat Hagen Jobi (Oberbergischer Kreis) und Landrat Rolf Menzel (Rheinisch Bergischer Kreis) haben am 31.08.2010 bekanntgegeben, dass der BAV seinen Antrag zur Hochstufung der Deponie Lüderich von DK0 auf DK1 im laufenden Planfeststellungsverfahren zurückziehen werde. Dazu wird auf der nächsten öffentlichen BAV-Verbandsversammlung am Mittwoch, den 22. September um 15:30 Uhr im Gebäude der Caritas in Engelskirchen, ein entsprechender Beschlussvorschlag den Verbandsmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt und das Ende der DK1-Pläne auf dem Lüderich hoffentlich besiegelt.
Die Antragsunterlagen des Planfeststellungsverfahrens
lagen vom 12. Februar bis 12. März zur öffentlichen Beteiligung aus. Es gab viele Einwendungen, Stellungnahmen und jede Menge Kritik von den Betroffenen, inzwischen neue Gutachten und weitere technische Anforderungen. Die Betreiberfirma AVEA hat nun das Gesamtvorhaben neu bewertet:
Mindestens 5 Jahre benötige man für die Änderung des Regionalplans und für den Bau und die Errichtung einer DK1-Deponie. Geplant war die Ablagerung von 23 Abfallarten, unter anderem Rost- und Kesselasche aus der Müllverbrennungsanlage Leverkusen und auch giftige kohlenteerhaltige Bitumengemische. Die geotechnische
Barriere als Basisabdichtung würde nun dicker und teurer werden als die ursprünglich geplante. Das Deponiesickerwasser sollte größtenteils in den Kanal eingeleitet werden, doch weder beim Kanalnetz des Aggerverbandes noch bei der Kläranlage Lehmbach sei dieser Umfang vorgesehen. Sickerwasser, das höhere Belastungen aufweist, sollte laut Plan mit LKWs nach Lindlar zur Sickerwasseraufbereitungsanlage ins Entsorgungszentrum Leppe gefahren werden. Auch dies sei so nicht möglich. Die Entsorgung des Deponiesickerwasser erfordere eine eigene Aufbereitungsanlage auf dem Lüderich. Die wurde bisher nicht beantragt. Eine Genehmigung für so eine Anlage neben einem Wohngebiet ist auch unwahrscheinlich. Das AVEA-Urteil: Bei einer Deponielaufzeit bis 2019 sei nun eine wirtschaftliche Betriebsführung für eine DK1-Deponie unmöglich und schlägt vor, den DK1-Antrag zurückzuziehen - endlich mal eine sinnvolle Entscheidung
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- 31.08.2010 Pressemitteilung des BAV auf der Internetseite der Initiative "Das Sülztal stellt sich quer" deponie.steinenbrueck.de »
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In Rösrath-Hoffnungsthal ist ein neues Gewerbegebiet "Lehmbach-Nord" geplant. Das Gelände liegt an der Bergischen Landstraße zwischen Untereschbach und Hoffnungsthal, nahe dem ehemaligen "Fröhlinggelände". Auf der einen Seite grenzt das Klärwerk Lehmbach und die Sülz an, auf der anderen Seite unmittelbar das FFH- und Vogelschutzgebiet Königsforst. Diese Fläche von 42.000 qm soll 2 Meter aufgeschüttet und mit einem 20 Meter hohen Industriegebäude für produzierendes Gewerbe bebaut werden. Für die Zufahrt der LKWs ist ein neuer Kreisverkehr geplant. Der Bebauungsplan Nr. 89 "Gewerbegebiet Lehmbach-Nord" wurde bereits zur Bürgerbeteiligung vom 10.05.-11.06.2010 öffentlich ausgelegt. Daraufhin reichten mehrere Bürger schriftlich ihre Einwendungen gegen diese Planungen ein.
Am Montag, den 9. August 2010, 19 Uhr, ludt die "Bürgerinitiative gegen Lehmbach-Nord" alle Interessierten zu einem zweiten Bürgertreffen in die Gaststätte "Lehmbacher Hof" ein und berichtete über den Sachstand.
- 14.08.2010 "Hilfe, wir saufen ab!" Bergisches Sonntagsblatt »
- 11.08.2010 "Protest: Klares Nein zum Bebauungsplan" Kölner Stadt-Anzeiger »
- 11.08.2010 "Initiative gegen Gewerbegebiet: Mehr Druck ausüben" Bergische Landeszeitung »
- mehr Infos, Kritikpunkte auf www.hoffnungstal.de »
Nächster Termin: Am 13. September 2010 wird der Bebauungsplan Nr. 89 "GE-Lehmbach Nord" auf der Tagesordnung der Sitzung des Stadtentwicklungs-, Planungs- und Verkehrsausschusses Rösrath stehen (siehe Protokoll der letzten Stadtratsitzung). Gehen Sie hin und treffen Sie die zuständigen Politiker!
2. Infoabend der "Bürgerinitiative gegen Lehmbach-Nord" im Lehmbacher Hof Hoffnungsthal
- 03.08.2010 Deponie Lüderich - Interview mit Paul Falk, Bürgerinitiative Steinenbrück: "Der Kreis tut zu wenig" Bergische Landeszeitung »
- 03.08.2010 Deponie Lüderich - Brief an Landrat Menzel von Hannelore Schneider und Rückantwort im Forum der Initiative "Das Sülztal stellt sich quer" deponie.steinenbrueck.de »
Vor 100 Jahren wurde die Eisenbahnlinie Köln - Rösrath - Hoffnungsthal - Overath fertiggestellt und in Betrieb genommen. Am Sonntag, 1. August 2010 startete das offizielle Festpestprogramm um 11 Uhr im Overather Kulturbahnhof.
Delfinschützer Ric O'Barry aus Miami besuchte das Urlaubsstädtchen Husum an der Nordseeküste. Als Ehrengast der "Expedition Wattenmeer" informierte er über die Situation der Delfine, die weltweit als Touristenattraktion in Aquarien gehalten werden, wie sie als Wildtiere in Japan gefangen, massenweise getötet und die schönsten verkauft werden. Sein Kinofilm "Die Bucht" erhielt dieses Jahr einen Oscar in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm". Bei seinem Aufenthalt in Deutschland und Dänemark möchte er mehr über die Situation der Schweinswale in der Nord- und Ostsee erfahren.
- 29.07.2010 "Lüderich: Wohin fließt das grüne Wasser?" Testwasser floss jedenfalls nicht in das vorgeschriebene Becken. Kölner Stadt-Anzeiger »
Das Absetzbecken im Februar 2010: Es regnet, doch aus den Entwässerungsrohren der Deponie fließt kein Wasser.
- 23.07.2010 "Der lange Weg durchs Erdreich"
Der Pro-Kopf-Verbrauch für Wasser liegt bei ca. 120 l täglich pro Person täglich.
Kölner Stadt-Anzeiger » - 23.07.2010 "Steigende Preise" Aggerverband hat Preiserhöhung für Trinkwasser zum neuen Jahr angekündigt. Kölner Stadt-Anzeiger »
Diesmal geht es um den Wanderweg von Katzemich zum Waldgebiet Lüderich, der entlang der Deponiegrenze im Süd-Osten verläuft. Im Jahr 2008 wurde eine Erweiterung der Deponie im südlichen Bereich genehmigt. Im Jahr 2010 wurde ein Planfeststellungsantrag zur Hochstufung auf eine DK1-Deponie erstellt, bei dem im Kartenmaterial die Deponiegrenze im Süd-Osten um etwa 5 Meter weiter östlich eingetragen ist. Damit liegt der Wanderweg plötzlich innerhalb des Deponie-Areals.
- Newsletter #23 vom 21.07.2010:
"Deponie eigenmächtig erweitert" » - Initiative "Das Sülztal stellt sich quer"
deponie.steinenbrueck.de »
- 21.07.2010 "Nicht mehr viel Rostasche zur Leppe"
Bergische Landeszeitung »
Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV): „Da die Leppe begrenzt ist, wollen wir zur Deponie Lüderich."
"Schlagabtausch über Einkaufszentrum" Nahversorger oder Einkaufszentrum in Heiligenhaus BLZ
- 21.07.2010 "Handel in Heiligenhaus: Schlagabtausch über Einkaufszentrum" Diskussion im Bau-, Plan- und Umweltausschuss. Bergische Landeszeitung »
Anmerkung: In der vorgestellten Architektenzeichnung sind neben dem Discounter, ein Back-Shop und ein Drogeriemarkt bereits eingezeichnet. Ein Getränkemarkt könnte noch hinzukommen. Leider liegt keine Zeichnung für die Variante "Nahversorger ohne 'Zusatz-Geschäfte'" vor. Statt der vorgesehenen 800 qm sind nun 1200 qm im Gespräch, neben Parkplatzfläche, Zufahrtswege für Fußgänger und Autofahrer und Böschungen zum tiefliegenden Ursprungsgelände.












